Inklusion auf dem Hubertushof

Inklusion ist ein Menschenrecht
Inklusion - ein oft diskutierter Begriff in der heutigen Zeit. Doch was bedeutet das für uns als Gesellschaft im Allgemeinen und wie (er)leben wir Inklusion auf dem Hubertushof?

Begriffsdefinition
Inklusion heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung.
Wenn jeder Mensch - mit oder ohne Behinderung und gleich welcher Herkunft und Religion - überall dabei sein kann, dann ist das gelungene Inklusion.
Dies gilt für die Arbeitswelt gleichermaßen wie für die Freizeit- und Urlaubsgestaltung.


Rechtsgrundlagen
Inklusion geht uns also alle an. Die UN hat in ihrer Behindertenrechtskonvention Inklusion als Menschenrecht festgeschrieben. Somit sind wir als Gesellschaft aufgefordert, aktiv Inklusion zu ermöglichen.
In Art. 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ist festgelegt, dass niemand wegen einer Behinderung benachteiligt werden darf. Und das Allgemeine Gleichstellungsgesetz regelt den Schutz vor Diskriminierung und schließt dabei weitere Gruppen ein und verbietet auch Diskriminierung aufgrund von Rasse und ethischer Herkunft, Geschlecht, Religion und Weltanschauung, Alter sowie sexueller Identität.


Information
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Auch Esel sind
gute Delphine

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Inklusion auf dem Hubertushof - eine Selbstverständlichkeit
Inklusion ist bislang kein großes Thema auf dem Bilderbuchbauernhof in Eslohe-Wenholthausen - zumindest keines, über das wir groß reden wollen. Warum ist das so?

Für uns ist Inklusion ein seit vielen Jahren gelebtes Konzept - eine Selbstverständlichkeit, die wir unserer Meinung nach nicht groß thematisieren wollen. Auf unserer Bauernhofpension bieten wir einen erholsamen und gleichermaßen erlebnisreichen Urlaub für Familien an. Ob junge Familien oder Großeltern mit ihren Enkelkindern - unsere Gäste fühlen sich bei uns wohl und genießen das offene Konzept des Hubertushofes. Und weil unsere Gäste mit oder ohne Handicap und egal welcher ethnischen Herkunft und Religion sie angehören, auch immer Menschen sind und als solche wahrgenommen werden wollen, akzeptieren wir jeden Gast so individuell, wie er ist.
Und dieses Konzept ist erfolgreich. So wie wir die Individualität unserer Gäste begrüßen, so sehr schätzen wir auch, dass auch unsere Gäste weitestgehend problemfrei diese Einstellung mittragen und mitleben.

    

Doch unser Konzept hat noch andere Zielgruppen. Bereits seit vielen Jahren ist der Hubertushof auch ein beliebtes Ziel für Schulausflüge, Lebenshilfe-Gruppen und Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Auch hier erleben wir immer wieder, dass nichts normaler ist als die Individualität und Unterschiedlichkeit der Menschen, die uns besuchen. Wir versuchen alles, um auch Gästen mit Defiziten einen erholsamen Ausgleich von ihrem Alltag zu ermöglichen. Ob es der Besuch unserer Stallungen ist, das Ponyreiten auf unserem Hof oder eine Planwagenfahrt mit dem Bauern - es werden immer alle Gäste des Hubertushofes gleichwertig in die Aktionen eingebunden - ohne dass wir darüber ein Wort verlieren wollen. Die Plätze an unserem Grill oder beim Stockbrotbacken sind für alle Gäste gleich - hier sitzen Kinder mit Migrationshintergrund ebenso auf der Bank wie ein körperlich Behinderter oder ein Universitätsprofessor. Wir wollen unsere Gäste nicht voreinander ausgrenzen, sondern möchten sie miteinander integrieren und ins Gespräch bringen.

    

Natürlich sind auch wir nicht perfekt in vielen Aspekten der Inklusion. Verbesserungen sind immer möglich und wir arbeiten stetig daran. Doch für uns heißt es "Der Weg ist das Ziel" - wer sich nicht aufmacht, kann auch nicht ankommen. Und wir sind sicher, zusammen mit unseren Gästen können wir gelungene Inklusion erleben - und hoffen, so auch Anreize für eine gegenseitige Akzeptanz und einen gegenseitigen Respekt für den "normalen" Alltag zu schaffen. Damit Inklusion auch für unsere Gäste zunehmend eine Selbstverständlichkeit wird, über die man nicht reden muss.